Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen einen bedarfsgerechteren Service bereitstellen zu können. Indem Sie ohne Veränderungen Ihrer Standard-Browser-Einstellung weiterhin diese Seite besuchen, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden. Möchten Sie mehr Informationen zu den von uns verwendeten Cookies erhalten und erfahren, wie Sie den Einsatz unserer Cookies unterbinden können, lesen Sie bitte unsere Cookie Notice.

Erlöserfassung

Hintergrund

Erlöse sind eine entscheidende Kenngröße für Abschlussnutzer bei der Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens. Allerdings unterschieden sich die Vorschriften zur Erlöserfassung unter IFRS von denen nach US-GAAP, und beide Sätze an Vorschriften sind verbesserungsbedürftig. In den US-GAAP gibt es grobe Erlöserfassungskonzeptionen und zahllose Vorschriften für bestimmte Branchen oder Geschäftsvorfälle, die zu einer unterschiedlichen Bilanzierung wirtschaftlicher ähnlicher Geschäftsvorfälle führen können. Obwohl in den IFRS weniger Vorschriften zur Erlöserfassung bestehen, können die beiden Kernstandards zur Erlöserfassung, IAS 18 Erlöse and IAS 11 Fertigungsaufträge, schwer zu verstehen und anzuwenden sein. Zudem enthält IAS 18 nur begrenzte Leitlinien zu wichtigen Themen wie der Erlöserfassung bei Mehrkomponentenvereinbarungen.

Dementsprechend haben IASB und FASB ein gemeinsames Projekt eingeleitet, um die Prinzipien für die Erfassung von Erlösen klarzustellen und einen gemeinsamen Standard zur Erlöserfassung für die Anwendung unter IFRS wie unter US-GAAP zu entwickeln, bei dem:

  • uneinheitliche Behandlungsweisen und Schwachstellen in den bestehenden Erlösvorschriften beseitigt,
  • ein belastbarerer Rahmen für die Behandlung von Erlössachverhalten gegeben;
  • die Vergleichbarkeit der Erlöserfassungspraxis zwischen Unternehmen, Branchen, Rechtskreise und Kapitalmärkte verbessert,
  • nützlichere Informationen für die Abschlussnutzer durch verbesserte Angabevorschriften bereitgestellt und
  • die Erstellung von Abschlüssen durch eine Verringerung der Zahl an Vorschriften, auf die sich ein Unternehmen beziehen muss, vereinfacht würden.

 

Derzeitiger Status des Projekts

Der IASB hat in der Folge zu den Beratungen über den vorherigen und im Juni 2010 erschienenen Entwurf am 14. November 2011 einen überarbeiteten Standardentwurf freigegeben, ED/2011/6 Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Ein endgültiger Standard wird im zweiten Quartal 2014 erwartet.

 

Projektmeilensteine

DatumEntwicklungAnmerkungen
Juni 2002 In das Arbeitsprogramm des IASB aufgenommen
18. Dezember 2008 Diskussionspapier Vorläufige Ansichten zur Erlöserfassung aus Verträgen mit Kunden veröffentlicht Ende der Stellungnahmefrist am 19. Juni 2009
24. Juni 2010 Standardentwurf ED/2010/6 Erlöse aus Verträgen mit Kunden veröffentlicht Ende der Stellungnahmefrist am 22. Oktober 2010
14. November 2011 Standardentwurf ED/2011/6 Erlöse aus Verträgen mit Kunden veröffentlicht (erneute Veröffentlichung) Ende der Stellungnahmefrist am 13. März 2012

Zugehörige Diskussionen

  • Erlöserfassung

  • 20.11.2013

  • Der Board diskutierte die verschiedenen Konsultationsschritte und verständigte sich darauf, den Abstimmungsprozess einzuleiten.

  • Bericht des IASB-Vorsitzenden und leitender fachlicher Direktoren des IASB

  • 17.10.2013

  • Die Treuhänder nahmen einen Bericht des IASB-Vorsitzenden Hans Hoogervorst und leitender fachlicher Direktoren des IASB entgegen. Thema des Berichts waren das beratende Forum für Bilanzierungsstandards (Accounting Standards Advisory Forum, ASAF) und die aktuellen Projekte des IASB.

  • Erlöserfassung

  • 17.12.2012

  • Die Boards erörterten die Aufteilung des Transaktionspreises auf eigenständige Leistungsverpflichtungen, die Bilanzierung von Vertragserwerbskosten, die Anwendung des vorgeschlagenen Modells auf Bündelvereinbarungen sowie die Beschränkung des kumulierten Umsatzbetrags, der für Lizenzen erfasst wird.

  • Erlöserfassung — Unterrichtseinheit

  • 14.12.2012

  • Der IASB hielt eine Unterrichtseinheit ab, auf der er die Aufteilung des Transaktionspreises auf eigenständige Leistungsverpflichtungen, die Bilanzierung von Vertragserwerbskosten, die Anwendung des vorgeschlagenen Modells auf Bündelvereinbarungen sowie die Beschränkung des kumulierten Umsatzbetrags diskutierte, der für Lizenzen erfasst wird.

  • Erlöserfassung

  • 19.11.2012

  • Die Boards erörterten die von den Stabsmitarbeitern zur Beschränkung des Gesamtbetrags der zu erfassenden Erlöse zur Verfügung gestellte Untersuchung, konkret (1) die Anwendung der Vorschriften und (2) die Platzierung der Beschränkung (Schritt 3 vs. Schritt 5).

  • Erlöserfassung

  • 18.10.2012

  • Die Boards erwogen mögliche Verbesserungen und Klarstellungen an den Vorschriften zu Vertragsänderungen, die in den Paragrafen 18-22 des überarbeiteten Standardentwurfs 'Erlöse aus Verträgen mit Kunden' vorgeschlagen worden waren, sowie mögliche Klarstellungen und Verfeinerungen an den Vorschlägen zur Bemessung des Fortschritts auf dem Weg zu einer vollständigen Erfüllung einer Leistungsverpflichtung, wie sie in den Paragrafen 38-48 des Entwurfs von 2011 enthalten sind.

  • Bericht des IASB-Vorsitzenden

  • 12.10.2012

  • Der Vorsitzende des IASB erörterte den aktuellen Stand bei der fachlichen Agenda des IASB. Sein Erläuterungen ergänzten einen ausführlichen schriftlichen Bericht.

  • Erlöserfassung

  • 27.09.2012

  • Im Rahmen der erneuten Befassung mit den Vorschlägen, die im Entwurf von 2011 enthalten waren, erörterten die Boards die Auswirkung der Einbringlichkeit auf den Ausweis, Klarstellungen zur Vorschrift hinsichtlich des Zeitwerts des Geldes sowie die Zusammenfassung von Verträgen oder Vertriebsnetzwerke.

  • Erlöserfassung (Unterrichtseinheit)

  • 25.09.2012

  • Die IASB hielt eine Unterrichtseinheit zur Erörterung mehrerer Sachverhalte ab. Im Rahmen dieser Sitzung wurden keine Entscheidungen getroffen.

  • Erlöserfassung

  • 24.09.2012

  • Infolge von Rückmeldungen, die zu dem überarbeiteten Standardentwurf 'Erlöse aus Verträgen mit Kunden' der Boards eingegangen sind (ED von 2011), legten die Stabsmitarbeiter den Boards die nachfolgenden Themen zur Erwägung vor: (1) mögliche Verbesserungen hinsichtlich der Beschränkung des Gesamtbetrags an Erlösen, der vereinnahmt werden kann, wenn der Betrag der Gegenleistung, auf den das Unternehmen Anspruch zu haben erwartet, variiert, und (2) die Auswirkung der Einbringlichkeit auf den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis.

  • IASB-Unterrichtseinheit: Erlöserfassung

  • 18.07.2012

  • Der IASB hielt zur Vorbereitung auf die Sitzung am Donnerstag, auf der Entscheidung erbeten werden, eine Unterrichtseinheit zum Thema Erlöserfassung ab. Auf dieser Sitzung wurden keine Beschlüsse gefasst.

  • Erlöserfassung

  • 22.05.2012

  • Der Stab stellte IASB und FASB eine Zusammenfassung der Rückmeldungen vor, die zum überarbeiteten Entwurf zur Erlöserfassung, der im November 2011 herausgegeben wurde, eingegangen sind, und umriss einen vorgeschlagenen Plan, wie bei der Finalisierung des Standards vorgegangen werden sollte.

  • Erlöserfassung

  • 28.07.2011

  • Auf den gemeinsamen Boardsitzungen im Juni 2011 hatten die Boards vorläufig beschlossen, einen rückwirkende Anwendung des Standards zur Erlöserfassung vorzuschreiben, um die Vergleichbarkeit zwischen den Berichtszeiträumen sicherzustellen.

  • Erlöserfassung

  • 02.02.2011

  • Die Boards diskutierten die Bilanzierung des Aufwands für das Zustandekommen eines Vertrags.

  • Erlöserfassung

  • 01.02.2011

  • Im Rahmen der noch andauernden erneuten Erörterungen der zu den Vorschlägen von IASB und FASB eingegangenen Rückmeldungen diskutierten die Boards die Bilanzierung von Produktgarantien.

  • Erlöserfassung

  • 20.01.2011

  • (Fortsetzung der Diskussion vom Vortag) Agendapunkte: Unbedeutende Verpflichtungen, Nebenleistungen und Marketing-Anreize sowie Feststellung des Übertragung bei Gütern und Dienstleistungen

  • Erlöserfassung

  • 19.01.2011

  • Agendapunkte: Diskussion der Art und Weise, wie ein Unternehmen Verträge zu segmentieren und einzelne Leistungsverpflichtungen zu identifizieren hat, der Art und Weise, wie ein Unternehmen festzustellen hat, wann Güter oder Dienstleistungen an den Kunden übertragen worden sind und Umsatz gelegt werden darf und Festlegung, ob ein Unternehmen den Drohverlusttest auf einzelne Leistungsverpflichtungen, den Vertrag oder eine anderes Bilanzierungsobjekt anwenden soll.